Eine Stärkung des Meisterbriefs - SPD Kassel-Land will stehendes und reisendes Handwerk gleichstellen

Veröffentlicht am 23.04.2015 in Presse

Erich Horbrügger (von links) Manuel Dietrich, Ulrike Gottschalck, Martina Werner, Timon Gremmels, Eberhard Bierschenk

Zwei Handwerksthemen stehen zurzeit auf der Agenda der SPD im Landkreis Kassel. Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) beschäftigt sich mit dem Schutz des deutschen Meisterbriefs und dem Reisegewerbe. Keine Frage, dass zu beiden Punkten Eberhard Bierschenk, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Kassel, und Erich Horbrügger, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Kassel, die richtigen Gesprächspartner sind.

Also sind die beiden Handwerksvertreter der Einladung der SPD ins Wilhelm-Pfandkuch-Haus gefolgt, um mit der EU-Parlamentarierin Martina Werner, der Bundestagsabgeordneten Ulrike Gottschalck, dem Landtagsabgeordneten Timon Gremmels, Manuel Dietrich, AfA-Vorsitzender im Landkreis Kassel, und Jürgen Sommer, leitender Verwaltungsdirektor des Landkreises Kassel, beide Themen zu diskutieren.

Selbstverständlich begrüßt das Handwerk die Forderung der SPD, den Erhalt des Meisterbriefs als Zugangsvoraussetzung zur Selbstständigkeit und Grundlage der dualen Ausbildung im Handwerk zu sichern, egal ob stehendes oder reisendes Gewerbe. Die derzeitige Ungleichbehandlung, die die Ausübung eines Reisegewerbes ohne Meisterqualifikation und ohne Eintrag in die Handwerksrolle erlaubt, sehen sowohl SPD als auch das Handwerk als änderungsbedürftig an. Einem entsprechenden Antrag, der von Manuel Dietrich initiiert wurde, stimmte der SPD-Unterbezirksparteitag Kassel Land einen Tag nach dem gemeinsamen Gespräch zu.

Natürlich nutzen Bierschenk und Horbrügger das Treffen, um auch andere Themen, die das Handwerk beschäftigen, zu diskutieren. So die Dokumentationspflicht, die der Mindestlohn mit sich bringt. Auch wenn auf Bundesebene nachgebessert werden soll, blieben in diesem Punkt die Meinungsunterschiede zwischen Wirtschaft und Politik bestehen.

Bei der Frage der generellen Lohnentwicklung war sich die Runde einig, dass die Novellierung der Handwerksordnung 2004 einen Preisdruck erzeugt habe, der es den Betrieben schwer macht, nach Tarif zu zahlen. Auch diese Entwicklung will die SPD mit ihrem Beschluss zu Meisterbrief und Reisegewerbe stoppen. Anhand von Praxisbeispielen wurden darüber hinaus auch Auswirkungen von EU-Regelungen erörtert, die den Handwerksbetrieben das Leben unnötig schwer machen.

Ebenfalls auf die Agenda kam das Thema Ausbildung. Hier sprachen sich Bierschenk und Horbrügger dafür aus, dass künftig mehr Abiturienten den Weg in die duale Ausbildung finden. Aufgeschlossen sei das Handwerk auch wenn es um die Ausbildung junger Migranten, Ausländer und Flüchtlinge gehe. Allerdings sei wichtig, dass die Auszubildenden bis zum Abschluss der Lehre und am besten noch zwei Jahre darüber hinaus sicher im Ausbildungsbetrieb bleiben könnten.

 

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