U. Gottschalck MdB, D. Birkelbach, M. Schwesig, H.W. Eckhard, Silvia Eckel und T. Gremmels MdLStellvertretende Parteivorsitzende war zu Gast in Lohfelden
Aschermittwoch ist der Karneval noch nicht vorbei, jedenfalls nicht beim "Politischen Aschermittwoch " der Lohfeldener SPD.
Denn dort gingen die stellvetrtretende Vorsitzende der SPD und Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales des Landes Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig sowie Ulrike Gottschalck MdB und Timon Gremmels MdL noch einmal in die Bütt.
Den rund 300 Besuchern des Bürgerhauses wurde einiges geboten. Showbeiträge aus dem SPD-Frauenkarnevalsprogramm und Redebeiträgen von Ulrike Gottschalck (als Rote Hexe) und Timon Gremmels zur aktuellen politischen Lage in Berlin und Wiesbaden. Auch die anstehenden Wahlen zum Bundestag und die Landtagswahlen in Hessen wurden thematisiert.
Besonders gespannt war man jedoch auf Manuela Schwesig unserem Gast aus dem Nordosten Deutschlands.
Mit ihrem flammenden Plädoyer für mehr soziale Gerechtigkeit und gleiche Bildungschancen begeisterte sie die anwesenden Genossinnen und Genossen. Ihr Aufruf an die Wähler sich "zwischen Haltung und Halbherzigkeit" zu entscheiden. Schließlich laute Merkels Motto für 2013 "Ich regiere das Volk ins Koma". Sollte die Kanzlerin sich entschließen Politik zu machen, sei das endlich ein "echter Strategiewechsel"
Ihr Appel für einen engagierten Wahlkampf wurde mit Applaus belohnt.Doch nicht nur die Bundeskanzlerin, deren eigentliche Wille das
"bestgehütete Geheimnis der Bundesrepublik sei" und Schwarz-Gelb bekamen ihr Fett ab. Durch die "FDP-Nachwuchshoffnung" Rainer Brüderle sei kürzlich die Sexismus-Debatte losgetreten worden.
Für Manuela Schwesig liegen die Gründe auf der Hand: "Der Frauenmangel in der Partei ist so akut, dass sie den Verstand verlieren, wenn abends eine Frau an der Bar steht."
Auch die CDU-Familienministerin Kristina Schröder wurde nicht geschont: mit dem Umschreiben von Kinderbüchern - Stichwort: das Gott - habe sie endlich einmal ein Problem gelöst, das den Familien im Land unter den Nägeln brenne.
Mit der SPD sei dagegen klar, dass die zwei Milliarden Euro für das Betreuungsgeld - Schwesig nannte das eine "Fernhalteprämie von Zukunftschancen für Kinder" - konsequent in den Ausbau von Kindertagesstätten gesteckt würden. " Für uns sind das Bildungseinrichtungen und keine Aufbewahrungsorte", bekräftigte sie.
Niemandem fiel auf, dass Manuela Schwesig zuvor schon Auftritte in Ludwigsburg/Baden-Württemberg und der SPD in Baunatal zu absolvieren hatte.
Dann ging es für die Lohfeldener Sozialdemokraten "um die Wurscht". Passend dazu überreichte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hans-Werner Eckhard der prominenten Gastrednerin aus Schwerin für die lange Rückreise eine gut verpackte "Nordhessische Stracke".
Nach Auftritten von Tanzmariechen Nina Zufall, den Hummeln, Ännchen und Brigidde, Powerladies, Karl und Änne und Dancing Queens ging das vom Gemeindevertretungsvorsitzenden Uwe Jäger hervorragend moderierte Programm nach 3 Stunden zu Ende.