
Steinmeier:"Peter Struck war ein Politiker aus Passion" (Foto:dpa)
"Mit Basta war ihm nicht zu kommen", sagte Altkanzler Gerhard Schröder bei einer Gedenkveranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung am Donnerstag für Peter Struck über den früheren SPD-Fraktionschef und Verteidigungsminister. Struck, der am 19. Dezember letzten Jahres überraschend verstarb, wäre heute 70 geworden.
Über die Parteigrenzen hinweg war Peter Struck beliebt. Politische Weggefährten würdigten das Leben und Wirken des überzeugten Parlamentariers, der als zuverlässiger Partner galt. Für Struck "gab es nichts ehrenhafteres als Abgeordneter des Deutschen Bundestages zu sein". das Machtbewusstsein als Parlamentarier habe er selbst oft zur Kenntnis nehmen müssen, bekannte Altkanzler Schröder.
Kauder: "Struck war ein feiner Kerl"
Kurt Beck zufolge, kommissarischer Nachfolger Strucks an der Spitze der Friedrich-Ebert-Stiftung, habe Struck über Parteigrenzen hinweg Brücken geschlagen. Dies bestätigen auch Rezzo Schlauch und Volker Kauder, die ebenfalls an der Gedenkfeier teilnahmen. Schlauch, von 1998 bis 2002 Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag betonte, dass alle Rot-Grünen Koalitionstreffen mit Struck "von dem unerschütterlichen Grundsatz geprägt" gewesen seien, dass "das Parlament das Tragende ist". Auch Unions-Fraktionschef Kauder berichtete, dass es dem Sozialdemokraten "immer große Freude bereitete, die Macht des Parlaments hervorzuheben". Beide erinnerten an das Strucksche Gesetz, wonach kein Gesetz aus dem Bundestag herausgehe, wie es hineingekommen sei. "Peter Struck war ein feiner Kerl - ja, ich vermisse ihn", bekannte Kauder.