SPD Vollmarshausen

Gabriel zum TV-Duell

Veröffentlicht am 02.09.2013 in Bundespolitik

Am Montag nach dem TV-Duell gut gelaunt und Angrifflustig (Foto SPD)

"Ein Ansporn weiter zu kämpfen"

Im TV-Duell am Sonntagabend hat sich gezeigt: Peer Steinbrück hat die besseren Argumente. Deswegen hat "Angela Merkel ein zweites Fernseh-Duell abgelehnt", sagte der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel auf einer Pressekonferenz am Montag im Willy-Brandt-Haus.

"In der direkten Konfrontation wurden die Stärken und Schwächen der jeweiligen Kandidaten überdeutlich. Peer Steinbrück hat Klartext geredet und sich in jeder Situatuon souverän und witzig verhalten", freute sich Sigmar Gabriel.

Angela Merkel habe versucht den berühmten "Merkel-Nebel" über ihre Argumente zu legen. Auf kritische Nachfrage habe Merkel ja fast schon patzig reagiert, stellte der Parteivorsitzende fest. Die hohe Einschaltquote von rund 17,6 Millionen Zuschauer würde außerdem all diejenigen Lügen strafen, die behaupteten, die Menschen würden sich nicht für Politik interessieren oder die Wahl sei schon entschieden. "Die Leute wollen wissen, was die kommenden Herausforderungen in den nächsten Jahren sind und wie die Parteien darauf antworten werden", erklärte Gabriel.

Gabriel: "Steinbrück hat Klartext geredet, war souverän und witzig"
Mit der SPD gebe es einen echten gesetzlichen Mindestlohnm und nicht nur einen scheinbaren", so Gabriel. Außerdem werde es mit Peer Steinbrück mehr Investitionen in Schulen und Kitas geben und eine gerechte Bildung für alle. Außerdem werde es "mit Peer eine Bürgerversicherung geben und dementsprechend das Ende der Zwei-Klassen-Medizin. Mit einer zielgerichteten finanziellen Unterstützung sollen außerdem auch die Städte und Gemeinden wieder in die Lage versetzt werden, Heimat zu bietem", listete Gabriel noch einmal die Inhalte der SPD auf.

Gabriel: "Wir sagen, wie wir unsere Ziele bezahlen wollen"

"Die SPD unterscheidet sich von CDU/CSU vor allen Dingen dadurch, dass wir sagen, wie wir die Ziele und Absichten auch bezahlen wollen.
Wir sagen: Ja wir wollen Schulden senken. Ja, wir müssen mehr für Bildung und Infrastruktur ausgeben und deshalb werden wir einige Steuern für die besonders hohen Einkommen und großes Kapital sowie für Vermögenseinkünfte erhöhen. Außerdem werden wir Steuerdumping und Steuerhinterziehung bekämpfen", betonte der SPD-Chef.

Die CDU verspreche den Wählern gleich drei Dinge auf einmal. Schulden senken, mehr Geld ausgeben und gleichzeitig die Steuern senken. "Wer bei den Grundrechenarten in der Schule aufgepasst hat weiß, das geht so nicht", amüsierte sich Gabriel.

SPD: In Blitz-Umfragen zum TV-Duell vorne

Den Blitz-Umfragen nach dem TV-Duell zu Folge würden sich die Wähler von Merkels leeren Versprechen nicht blenden lasse: "49 Prozent der Befragten erklären nach dem TV-Duell, dass Steinbrück sie am meisten überzeugt habe. Aber wichtiger ist: Bei den Unentschiedenen hat es 19 Prozent Vorsprung vor Angela Merkel gegeben. Noch nie ist ein Duell so eindeutig für einen Herausforderer entschieden worden. Dieses Ergebnis ist für uns ein Ansporn weiter zu kämpfen".

Die SPD werde die Wahlkampf-Aktivitäten nochmals intensivieren. Zwei Millionen Hausbesuche habe man bereits absolviert und "wir erleben einen großen Zuspruch auf den öffentlichen Veranstaltungen", so Gabriel. Die SPD habe mit ihren Groß-Schirmveranstaltungen und ihren Dialog-Debatten neue Maßstäbe für den Wahlkampf gesetzt. Abschließend stellte der Parteivorsitzende fest: "Das Rennen ist nach wie vor offen. Seit gestern ist klar, wo die Unterschiede zwischen SPD und CDU liegen. Dies wird zu einer höheren Wahlbeteiligung führen - und das wird der SPD helfen!"

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