Ulrike Gottschalck, MdL
„Wenn im Rahmen eines ordentlichen und transparenten Verfahrens die Westtrasse als Vorzugstrasse herauskommen sollte, werden wir nicht nach dem Sankt-Florians-Prinzip handeln und die Trasse um jeden Preis verhindern, aber wir werden alles dafür tun, um diese so menschfreundlich wie möglich zu gestalten“, so Ulrike Gottschalck, Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion.
Bei der vorgeschlagenen Westtrasse der Höchstspannungsleitung der E.ON Netz GmbH von Wahle nach Mecklar, die im Landkreis Kassel durch die Gemarkungen der Gemeinden Fuldabrück, Kaufungen, Lohfelden, Niestetal und Söhrewald verlaufen soll, muss nach Meinung der SPD-Kreistagsfraktion der Schutz von Menschen, Tieren und Landschaften im Vordergrund stehen.
„Falls es zutrifft, dass wegen Vorgaben der Bundesnetzagentur die Verlegung der Leitung nicht unter der Erde erfolgen kann, dann muss die Trasse zumindest so weit entfernt wie möglich von den bebauten Gebieten der jeweiligen Gemeinden verlaufen, um eine eventuelle Gefährdung der dort lebenden Bevölkerung zu vermeiden“, so Gottschalck.
In einer Informationsveranstaltung hatten die Vertreter von E.ON erklärt, dass die Bundesnetzagentur eine Verlegung der Höchstspannungsleitung unter der Erde wegen der 7 bis 10 Mal höheren Kosten nicht genehmigen bzw. die Umlage der Mehrkosten nicht erlauben würde.
„Dies ist für mich nicht akzeptabel“, so Gottschalck weiter. „Zumindest in oder in der Nähe von bebauten Gebieten muss die Erdverkabelung genehmigt werden, um die dort lebenden Menschen besser zu schützen.