SPD Vollmarshausen

Kassels neuer Landrat kommt aus der SPD

Veröffentlicht am 25.01.2009 in Landkreis

Uwe Schmidt - neuer Landrat im Landkreis Kassel

Die SPD stellt auch in den kommenden Jahren den Landrat im Kreis Kassel. Der Sozialdemokrat Uwe Schmidt setzte sich am Sonntag gegen die CDU-Bewerberin Birgit Kaiser-Wirz durch.

Das Ergebnis der ersten Wahl nach der Landtagswahl ist Balsam auf die Seele der hessischen SPD: Der bisherige Vize-Landrat erhielt nach vorläufigem amtlichen Endergebnis 64,5 Prozent der Stimmen. Die CDU-Kandidatin Kaiser-Wirz kam lediglich auf 35,5 Prozent und schaffte es nicht, erste Landrätin in Hessen zu werden.

Kaiser-Wirtz zeigte sich nicht überrascht vom Ergebnis. Nachdem bereits bei der Landtagswahl die CDU ihre Direktmandate im Landkreis Kassekl nicht bekommen habe, sei eine Niederlage absehbar gewesen, meinte sie in der hessenschau. Für die CDU sei es besonders schwer, in dieser Region "ans Ruder zu kommen".

Geringe Wahlbeteiligung

Rund 194.000 Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Kassel waren aufgerufen, einen neuen Landrat zu wählen. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 39,8 Prozent.

Alle bisherigen Landräte seit 1951 wurden von der SPD gestellt. So auch der scheidende Chef der Kreisverwaltung, Udo Schlitzberger. Er hatte das Amt 18 Jahre lang inne und galt als äußerst populär.

Großer Regionalkreis als Ziel

Mit diesem Bonus im Rücken war sein Parteifreund Schmidt als Favorit ins Rennen gegangen. Dem 53-Jährigen liegt die Bildungspolitik am Herzen. Zudem versprach er, sich für mehr Mobilität in der ländlich strukturierten Region einzusetzen. Autobahnen und der Flughafen Kassel-Calden sollen nach seinem Willen ausgebaut werden. Zudem wünscht sich Schmidt eine Verschmelzung der Stadt mit dem Landkreis zu einem einzigen Regionalkreis Kassel.

In der Diskussion um das geplante Ferienresort auf der Domäne Beberbeck spricht sich Schmidt für eine kleinere Version des Urlaubsparadieses aus. Bislang ist eine eine 6.000-Betten-Anlage geplant.

"Ganz vieles wird anders"

In der hessenschau kündigte Schmidt an, dass "ganz vieles anders wird". Er sei auch ein anderer Mensch als sein Vorgänger Schlitzberger. "Schlitzberger war sehr extrovertiert. Ich bin jemand, der in sich ruht, aber auch viel Power hat."

Der 54-jährige Schmidt stammt aus bescheidenen Verhältnissen. Er ist jüngstes von elf Kindern eines Schreinermeisters. 1990 wurde der gelernte Industriekaufmann zum Bürgermeister im nordhessischen Helsa gewählt. Zwölf Jahre später wurde Schmidt stellvertender Landrat im Kreis Kassel.

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