Kreis-SPD: Kein Wackeln beim Atomausstieg – Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft

Veröffentlicht am 09.07.2008 in Bundespolitik

Uwe Schmidt

„Über 20 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl wissen wir, es gibt keine sicheren Atomkraftwerke, weder im Osten noch bei uns“, so der SPD-Unterbezirksvorsitzende Uwe Schmidt und die SPD-Fraktionsvorsitzende Gottschalck. Allein im hessischen Atomkraftwerk Biblis habe es hunderte von Störfällen, seit der Inbetriebnahme, gegeben. Zudem belegten wissenschaftliche Erkenntnisse eindrucksvoll die unermesslichen Gefahren der Nutzung der Atomenergie. „Wir hier, in Hessens Nordspitze, sind daher dankbar, dass das Atomkraftwerk Würgassen an der Weser, auch durch unsere massiven Forderungen, als eines der Ersten vom Netz gegangen ist“, erklärt Schmidt.

Das führende CDU-Politiker nun im Sommerloch die Mottenkiste öffneten und längere Laufzeiten und sogar den Neubau von Atomkraftwerken forderten, sei leichtfertig. „Potentielle Risiken werden einfach ausgeblendet, um die Menschen mit den aktuellen Sorgen um die Energieversorgung und teuren Spritpreisen populistisch aufzumischen“, so Gottschalck. Diese Rechnung gehe jedoch nicht auf, weil eine Verlängerung der Laufzeiten, nach Expertenmeinung, nur eine minimale Entlastung bringen würde.

„Die Kreis-SPD steht vorbehaltlos zum vereinbarten Atomausstieg, denn erstens kann uns das Restrisiko der AKWs jeden Tag den ‚Rest’ geben. Zweitens gibt es weltweit kein einziges Atomendlager für den hunderttausende Jahre strahlenden Atom-Müll und drittens, auch Uran ist nicht unendlich vorhanden“, argumentiert Schmidt. Kohle, Gas, Öl und Uran gingen in den nächsten Jahrzehnten eh zu Ende.

„Erneuerbare Energien wie Sonne, Wind, Biomasse und Erdwärme sind sichererer, reichen für alle Zeit, sind preiswert und machen uns unabhängig von Russlands Gas und Arabiens Öl“, ergänzt Gottschalck.

Die Sozialdemokraten im Kreis Kassel, aber auch Wissenschaft und Wirtschaft in Hessens Norden hätten die Zeichen der Zeit erkannt und setzten auf eine Energiewende, auch in Verantwortung für zukünftige Generationen. Allein der Ausbau der Erneuerbarer Energien sei geeignet, die drei zentralen energiepolitischen und umweltpolitischen Ziele gleichzeitig zu verfolgen, nämlich sichere Versorgung mit elektrischer Energie, Ausstieg aus der Atomkraft und Erreichung der Klimaschutzziele.

Zudem würden mit neuen Umwelttechnologien hochwertige Arbeitsplätze geschaffen und die Wertschöpfung bliebe in der Region. „Wir werden unseren Weg zur Solar-Region kontinuierlich fortsetzen und damit Arbeitsplätze schaffen, die Umwelt sichern und uns unabhängig von den konventionellen Großkraftwerken der vier großen Monopolisten machen“, so Schmidt und Gottschalck abschließend.

 

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