SPD Vollmarshausen

Missstände bei GLS-Paketdienst

Veröffentlicht am 31.05.2012 in Bundespolitik

Günter Wallraff bei seiner Undercover-Recherche (Bild rtl)

Gabriel: "Politik muss Wallraff-Vorwürfen nachgehen"

SPD-Chef Sigmar Gabriel hat nach den Vorwürfen des Journalisten Günter Wallraff gegen den Paketzusteller GLS die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert. "Bundesarbeitsministerin von der Leyen muss die Vorwürfe gegen das Unternehmen umgehend untersuchen", forderte Gabriel.

Für eine am Mittwoch ausgestrahlte RTL-Doku hatte Wallraff getarnt als Paketbote bei GLS recherchiert. Er begleitete Boten, die für sittenwidrige Löhne bis zu 14 Stunden täglich ohne Pausen arbeiten. Dren Chefs geht es selten besser. Sie sind so der Vorwurf, scheinsebständige Subunternehmer,
die von dem Unternehmen ausgenutzt werden. Viele enden in der Privatinsolvenz, so Wallraff.

"Unmenschliche, zum Teil auch offensichtlich rechtswidrige Arbeitsbedingungen bei einem großen Paketdienst", kommentierte Gabriel bei Facebook. Man müsse Wallraff für dessen Recherchen dankbar sein. Noch wichtiger sei aber, dass die Bundesregierung nun handle. Die Koalition muss, so Gabriel, "dafür sorgen, dassRecht und Ordnung endlich auch auf dem Arbeitsmarkt herrscht."

 

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