Brigitte Hofmeyer, MdL
Im Rahmen eines Besuches des Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch im Juli 2007 in der Staatsdomäne Beberbeck (HNA berichtete) wurde als Eröffnungstermin für das geplante Ferienresort Beberbeck Pfingsten 2011 genannt und ein Baubeginn für Ende 2007/Anfang 2008 avisiert. Mit Blick auf diese ehrgeizige Projektplanung bittet die SPD-Kreistagsfraktion den Kreisausschuss des Landkreises Kassel im Rahmen eines Berichtsantrages zur nächsten Kreistagssitzung um die Beantwortung einer Reihe von Fragen zu diesem Thema.
„Wir möchten zum Beispiel wissen, ob ein Raumordnungsverfahren für das Resort Beberbeck vorgesehen ist und wenn nein, wie dann die regionalplanerischen Vorgaben für das Projekt umgesetzt werden sollen“, so Brigitte Hofmeyer, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion. Außerdem wird in dem Antrag gefragt, wann und in welcher Form Flächennutzungs- und Bebauungspläne für das Projekt aufgestellt, beschlossen und genehmigt werden können.
„Eine weitere wichtige Frage, gerade im Bezug auf etwaige Auswirkungen für den Reinhardswald, ist, ob bisher wasserwirtschaftliche Gutachten und eine Umweltverträglichkeitsprüfung im Zusammenhang mit dem Projekt erstellt worden sind bzw. erstellt werden, und falls ja mit welchem Ergebnis“, so Hofmeyer weiter. Auch wird gefragt, wann und in welcher Form der Eigenbetrieb Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Landkreises Kassel als Betreiber des Tierparks Sababurg und damit direkter Nachbar des geplanten Ferienresorts Beberbeck in laufende bzw. noch anstehende Planverfahren einbezogen wird.
Zu guter Letzt stellt sich dann noch die Frage, wie die Zuwegung über die K 55 (Beberbecker Allee) während und nach dem Bau des Resorts gestaltet oder entlastet werden kann, oder ob es sogar Entlastungsstraßen geben kann.
„Mit unserem Fragenkatalog wollen wir die Umsetzung dieses Jahrhundertprojekts für den Nordteil des Landkreises Kassel konstruktiv begleiten und erhoffen uns von den Antworten Anregungen für eine konstruktive Weitergestaltung des Projektes“, so Hofmeyer abschließend.