Die Delegierten des UB-Parteitages aus dem OV Lohfelden
Mit kämpferischen Reden brachte man sich auf dem SPD-Unterbezirks-Parteitag am Freitag, den 20. April 2012 in Hofgeismar im Hinblick auf die Landtagswahlen 2013 in die richtige Aufbruchstimmung.
Uwe Schmidt, Unterbezirksvorsitzender des mit 5300 Mitgliedern größten Unterbezirk in Hessen, gab den Delegierten zu verstehen, dass die Stimmung im Lande darauf hindeute, dass die SPD in Bund und Land bald wieder Regierungsverantwortung übernehmen könne und soziale Ziele betone, " statt Zockern hinterherlaufen". Im Kreis Kassel, so Schmidt sei die SPD immer noch der Motor, auch wenn man im Kreistag nicht mehr die absolute Mehrheit habe.
Für eine Energiewende müsse auch weiterhin in unserer Region, auch aus wirtschaftlichen Gründen gekämpft werden. Dieses sei von der derzeitigen Bundesregierung nicht gewollt.
Zwischen den Redebeiträgen wählten die Parteitagsdelegierten ihre Delegierten für den Bundesparteitag sowie die Landes- und Bezirksparteitage von 2012 - 2014. Die Lohfeldener SPD-Ortsvereine waren mit 8 Delegierten auf diesem Parteitag vertreten.
Weitere Beiträge der Redner befassten sich mit dem "Zentralisierungswahn" der FDP - Auflösung der Straßenbauverwaltung, was die Landkreiskommunen vor große Probleme stelle. Auch der öffentliche Personennahverkehr drohe durch die von Wiesbaden gewollte NVV-Fusion kaputt gemacht zu werden meinte Uwe Schmidt. Ebenso kritisch setzte er sich mit dem Rettungsschirm für hoch verschuldete Kreiskommunen auseinander, deren Zeche wieder die Kleinen zahlen müssten.
Unsere Landtagsabgeordnete Brigitte Hofmeyer sagte in ihrem Redebeitrag das Ende der Schulzeitverkürzung (G8) voraus. Das Thema NVV müsse dringend in den Kommunen diskutiert werden, denn sie seien schließlich die Auftraggeber. Bei den Finanzen gelte es genau aufzupassen, sonst würden alle Kommunen von Wiesbaden regiert.
Udo Schlitzberger unserer ehemaliger Landrat forderte in seiner Rede über Verkehrs-, Außen- und Friedenspolitik, dass wieder eine vertiefende Politikdiskussion nötig sei, um Europa nicht zu gefährden.
Ulrike Gottschalck unsere Bundestagsabgeordnete und Kreistagsfraktionsvorsitzende betonte in ihren Ausführungen, dass die Bildungspolitik für die Zukunft der Jugend auch weiterhin größte Priorität habe. Sie ermunterte die Ortsvereine weiterhin ihre Wünsche zu äußern - denn das sei gelebte Demokratie.
Nach etwa 4 Stunden gegen 22:00 Uhr endete der Parteitag mit dem gemeinsamen Singen des Liedes "Brüder zur Sonne zur Freiheit".
Foto: T. Geismann