Das gotische Rathaus von Sulzbach-RosenbergAnfang November machte sich ein Teil unseres SPD-Ortsvereinsvorstandes auf, um die oberpfälzische Heimat unseres Schriftführers Tobias Geismann zu erkunden. Wir freuten uns besonders, dass einige Familienmitglieder und Gäste mit nach Bayern reisten um sich in der 1300-jährigen Herzogsstadt im oberpfälzer Jura umzuschauen.
Nach einem gemütlichen bayerischen Abend stand am zweiten Tag eine Stadtführung auf dem Programm.
Als kompetenten Stadtführer konnten wir 1. Bürgermeister Gerd Geismann (SPD) gewinnen, der seit über 22 Jahren die Geschicke in Su-Ro führt. Die 1. Station war das hist. gotische Rathaus aus dem 15. Jh. mit den kleinen und großen historischen Sälen nebst Lochgefängnis. Das Rathaus wurde sehr aufwendig saniert und ist ein wahres Schmuckstück. Heute finden dort neben den Stadtratsitzungen, auch Konzerte und kulturelle Veranstaltungen statt. Hier ist auch wieder der 1. Bürgermeister und das Hauptamt untergebracht.

Eine weitere Station war das Sulzbacher Schloß. Die größte Schlossanlage Nordbayerns war Sitz der Sulzbacher Pfalzgrafen. Gäste wie Barbarossa oder Kaiser Karl IV., der Sulzbach zur Hauptstadt Neuböhmens machte, waren hier zu Gast. Aus dem Hause Pfalz Sulzbach kam auch die Mutter des ersten bayer. Königs Maximilian I. Heute ist dort die Städt. Sing- u. Musikschule, die Stadtbibliothek, die Polizei und div. Landesbehörden untergebracht.
Desweiteren wurde u.a. ein Teil der Stadtmauer und die Synagoge besucht. Nach einer Stärkung ging es in den Stadtteil Rosenberg. Von den Ruinen der ehem. Rosenburg - heute ein Ehrenmal, wurden die Reste des seit 1987 zweimal in Konkurs gegangenen Stahlwerkes Maxhütte besichtigt. Gerd Geismann beschrieb wie der Niedergang eines der größten Stahlwerke Europas (11.000 Mitarbeiter) die Stadt und die Region zu lähmen drohten. Durch kluges und besonnenes Handeln sowie vielen Umstrukturierungs- u. Infrastrukturmaßnahmen der letzten zwei Jahrzehnte konnte die Stadt aber wieder auf Erfolgskurs zurück gebracht werden. Mittlerweile blühen die Industriegebiete wieder und große Unternehmen wie Stahlgruber und Prägefolien Kurz, die die Silberfolien der Euroscheine herstellen, haben sich hier angesiedelt. Mit einem Besuch der Wallfahrtskirche St. Anna und des Stadtmuseums ging die über 5-stündige Führung zu Ende.

Im Anschluß daran nahmen wir an einer Bierprobe im Brauereigasthof Sperber teil, der uns auch als Hotel zum übernachten diente. Christian Sperber stellte acht seiner eigenen elf Biersorten vor. Und so erfuhren wir von äusserst unterschiedlichen Hopfenqualitäten, eigenen Hefezüchtungen und von Weißbier, dass je nach div. Hefereifezeit auch mal nach Banane oder Mango schmecken kann. Bei dem ein oder anderen Kaltgetränk liessen wir dann den kulturellen Abend ausklingen. Am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen von unseren Gastgebern. Allerdings wurde ein Besuch im Sommer zur Annabergwallfahrt fest verabredet. Glück auf, SPD
Vollmarshausen.
